GAG1

Freiwillige Feuerwehr Viernau

rauchmelder
Notruf3

letzte Änderung:
10.04.2017

Inhaltsübersicht:

Notfallmeldung - aber richtig!

Die Feuerwehr Viernau kann aus mancher leidvoller Erfahrung darüber berichten, welche Probleme und Zeitverzögerungen bei der raschen Hilfe durch allzu aufgeregte und dann oft unvollständige Notfallmeldungen entstehen können.
Dabei kann jeder schon morgen in die Situation kommen, die Feuerwehr oder den Rettungsdienst/Notarzt alarmieren zu müssen.
Die wichtigsten Regeln für einen erfolgreichen Notruf dabei sind:
- Ruhig bleiben, die Übersicht bewahren, durch Aufregung wird nichts besser.
- Wer meldet, wer ruft an, von wo?
- Wo ist etwas geschehen? (Ortsangabe, Straße, Hausnummer).
- Was ist geschehen? (Feuer, Unfall usw.)
- Wie viele Verletzte/ Erkrankte ?
   (Bitte teilen Sie möglichst genau die Anzahl der Verletzten /Erkrankten
   mit, bei größeren Unfällen reicht eine Schätzung aus. Bitte
   über- oder untertreiben Sie nicht. Welche Art der Verletzung /Erkrankung ?
   Bitte nennen Sie auch die Art der Verletzung oder Erkrankung, damit
   evtl. weitere geeignete Einsatzmittel gleich Alarmiert werden können.)
- Warten auf Rückruf. Man sollte also nicht sofort auflegen, sondern der Einsatz-
zentrale die Gelegenheit geben, weitere Fragen zu stellen.

Ausgebildete Helfer sollten in der Lage sein, den erweiterten Notruf durchzugeben:
- Wie ist die Situation, die Lage, wie viele Personen sind verletzt, welcher Art sind die Verletzungen?

Wer diese wenigen Fragen richtig beantworten kann, hat schon viel geholfen. Denn die Notruf-Abgabe ist nach wie vor das schwächste Glied in der Rettungskette zur schnellstmöglichen Einleitung geeigneter und insbesondere umfassender Notfall-Soforthilfe.

Übrigens: Einer schnellen, wirksamen Hilfe ist es auch dienlich, nach dem Notruf die Feuerwehr an der Brand- oder Unglückstelle zu erwarten, um den eintreffenden Einsatzkräften erste Hinweise zu geben.

 

Richtiges Verhalten im Brandfall

Durch Brände sterben in der Bundesrepublik jährlich etwa 200 Menschen, die Schäden belaufen sich inzwischen auf 6,3 Milliarden DM mit steigender Tendenz. Die meisten dieser schlimmen Ereignisse entstehen durch Unaufmerksamkeit und werden durch Unwissenheit oft noch verschlimmert. Hier wollen wir ihnen helfen, durch richtiges Verhalten im Brandfall die Schäden möglichst klein zu halten.
Die erste Regel im Brand- oder Unglücksfall lautet: zuerst alarmieren, dann retten, erst dann löschen,
und Ruhe bewahren, Aufregung macht alles nur noch schlimmer. Bei Bränden oder sonstigen Unglücksfällen die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren. Danach sollte sich jeder selbst sowie seine Mitbewohner in Sicherheit bringen. Türen und Fenster schließen. Dies verhindert ein Überspringen von Bränden. Keine Aufzüge benutzen, da hier der Aufzugsschacht wie ein Kamin für den Rauch wirkt und zudem durch Ausfall der Elektrizität stecken bleiben kann. Die Menschen sollten stets über den Treppenraum fliehen. Ist dies nicht mehr möglich, einen sicheren Raum suchen, die Tür schließen und sich am Fenster bemerkbar machen. Türritzen und andere Öffnungen gegen den Rauch mit nassen Tüchern abdichten. Die Ankunft der Feuerwehr abwarten und den Anweisungen der helfenden Frauen und Männer folgen. Bei Rauchentwicklung sollte man auf dem Boden kriechen, dort befindet sich meist noch rauchfreie, atembare Luft. Dabei sollte man sich möglichst ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase pressen.
Mit der Bekämpfung eines Feuers erst nach Alarmierung der Feuerwehr und Rettung von gefährdeten Personen anfangen. Bei Kleinbränden kann das Feuer oftmals mit einer Decke erstickt werden. Insbesondere wenn Kleider Feuer gefangen haben. Bei Friteusenbränden nie kein Wasser nehmen, sondern einen großen Deckel.
Wer sich retten konnte, sollte sich nach Eintreffen der Feuerwehr mit dem Einsatz-leiter Verbindung aufnehmen und ihn über die Lage und insbesondere über die Anzahl der noch im Gebäude befindlichen Personen unterrichten.

 

Feuerlöscher richtig einsetzen

Nach Erfahrungen unserer Feuerwehr können richtig eingesetzte Feuer-löscher Leben retten. Deshalb sollte jeder mit einem Feuerlöscher um-gehen können und wissen, wo der nächste Feuerlöscher untergebracht ist. Jeder sollte sich sodann mit der Aufschrift des Löschers vertraut machen, insbesondere damit, wie er im Ernstfall zu betätigen ist. Öfters findet man einen Feuerlöscher der Brandklassen ABC mit 6 kg Löschmittelinhalt vor. Dieser Feuerlöscher eignet sich zum Löschen brennbarer fester Stoffe (Brandklasse A), brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und brennbarer Gase Brandklasse C). Beim Einsatz von Feuerlöschern gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte.

Wichtig ist, daß Ruhe und Übersicht gewahrt und die Feuerwehr gerufen wird.
Notruf: 112.
Wer einen Feuerlöscher einsetzen muß, sollte ihn vorher entsichern. Danach dauert es etwa zwei Sekunden bis sich der Druck im Löschmittelbehälter aufgebaut hat. Deshalb erst nach dieser kurzen Pause die Spritzpistole öffnen. Bitte weiterhin ausreichenden Abstand vom Feuer halten, da die Wurfweite vom Wasser oder Pulver bis zu fünf Metern beträgt und erst bei diesem Abstand sich die volle Wirkung der Pulverwolke entfaltet. Um den Löscherfolg beobachten zu können, sollten immer nur kurze Stöße abgegeben werden. So verhindert man auch, daß der Löscher in kürzester Zeit leer ist. Die Mindestspritzdauer eines Pulverlöschers dauert nur etwa neun Sekunden. Stets von unten löschen. Immer sollte mit dem Wind, nicht gegen die Windrichtung der Pulverlöscher im Einsatz sein. Stehen mehrere Feuerlöscher zur Verfügung, so sollten nicht alle auf einmal verbraucht werden. Den Feuerlöscher nie ganz entleeren, damit für wiederaufflammende Brandherde noch eine Reserve nutzbar bleibt. Leere Löscher sollten sofort wieder nachgefüllt werden, auch solche, die nur teilweise geleert wurden. Zur Sicherheit müssen sämtliche Löscher alle zwei Jahre vom Hersteller oder einem dafür Beauftragten überprüft werden. Bei Befolgen dieser Regeln können im Haushalt bis zu 75 % aller Entstehungsbrände im Keim erstickt werden.

 

Rettungswege freihalten

Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, wie groß plötzlich die Not ist, wenn Feuerwehr-zufahrten oder Rettungswege blockiert sind. Wertvolle Minuten gehen verloren, wenn meist schweres Rettungsgerät weit getragen werden muß. Parkende Autos auf Zufahrten kommen sehr teuer, sie könnten im Ernstfall Menschenleben kosten. Deshalb sollte das Fahrzeug nie, d.h. auch nicht für kurze Zeit in Bereichen abgestellt werden, die als Brandschutzone, Feuerwehrzufahrt oder -fläche gekennzeichnet sind. Denn solche Bereiche dienen als Bewegungsflächen für Einsatzfahrzeuge, die gerade bei Drehleitern einen großen Aktionsradius benötigen, um wirksam eingesetzt werden zu können. Auch sollte immer so geparkt werden, daß eine Mindestdurchfahrtsbreite von drei Metern für die Einsatzfahrzeuge freibleibt. Auch Hydranten an Straßen- und Bürgersteigen müssen frei bleiben, da diese für die Feuerwehr oft die einzige Entnahmestelle für Löschwasser darstellen.
Gebäude, die weiter von öffentlichen Straßen entfernt liegen, können von der Feuerwehr nicht angefahren werden. Hier müssen oft längere Strecken zu Fuß mit schwerem Einsatzgerät zurückgelegt werden. Solche Zugänge müssen eine Breite von 1,25 Metern und Türbreiten von einem Meter haben. Diese Wege dürfen also nicht als Abstellfläche genutzt werden.
Auch wenn man neugierig ist, sollte man bei einem Unglücksfall genügend Sicherheitsabstand zu den Lösch- und Rettungsmannschaften halten, um deren Arbeit nicht zu behindern. Hier appelliert die Feuerwehr an das Verantwortungsbewußtsein. Man hilft dabei aber auch sich selber, da nur durch genügend Sicherheitsabstand eine Eigengefährdung ausgeschlossen werden kann. Unbedingt den Anweisungen von Feuerwehr und Polizei folgen, denn gerade bei Großbränden gibt es oft auch unsichtbare Gefahren durch giftige Dämpfe und Brandrauch.

 

Gefahrloses Grillvergnügen

Grillen im Garten und in der Natur gehört zum Sommer wie das Badengehen. Damit es ein sommerliches Vergnügen bleibt, raten die Schadensverhüter der Feuerwehr Viernau dazu, einige grundlegenden Regeln zu beachten.
Es sollte unbedingt ein standsicherer Grill auf feuerfestem Untergrund eingesetzt werden. Wichtig ist auch der ausreichende Sicherheitsabstand von Feld, Wald und Flur sowie von anderen brennbaren Stoffen. Bei Grillplätzen in Waldnähe stets darauf achten, daß die Glut nicht vom Wind verweht wird. Gerade im Hochsommer besteht hier akute Waldbrandgefahr.
Kommt Holzkohle zum Grillen in Einsatz, so sollte diese nur mit geeigneten Zündhilfen wie Grillanzündern, Trockenspiritus oder Pasten in Brand gesetzt werden. Niemals Brennspiritus oder Benzin nehmen! Denn diese Flüssigkeiten verdunsten bereits bei Umgebungstemparatur, so daß der Grillmeister beim Anzünden in einer höchst entzündlichen Dampfwolke steht, die blitzartig durchzünden und dann zu schwersten Verbrennungen führen kann. Tropft Fett in die Grillkohle, so kann sich diese entzünden. Deshalb für alle Fälle Löschmittel, z.B. einen Eimer mit Wasser oder den Autofeuerlöscher, bereithalten.
Angenehm ist das Grillen mit einem Gasgrill. Hier sollte beachtet werden, daß alle Anschlüsse dicht sind und der Verbindungsschlauch zum Grill nicht der Hitze ausgesetzt ist. Auch sollte nie in einem Raum gegrillt werden, der keine Zu- oder Abluftmöglichkeiten hat. Hier besteht Vergiftungs- oder gar Erstickungsgefahr.
Grillkohle sollte nach dem Grillen erst dann entsorgt werden, wenn sie total abgekühlt ist und selbst dann sollten die Reste nicht in Plastikbehälter oder Kartons eingefüllt werden. Geeignet ist hier ein Blecheimer. Wer dazu keine Zeit hat, sollte die Glutreste unbedingt sorgfältig ablöschen und falls möglich vergraben.

 

Achtung Waldbrandgefahr!

Der Wald ist uns lieb und wert. Die Menschen nutzen ihn zur Erholung, für Sport und zum Vergnügen. Damit dies so bleibt, raten die Kameraden der Feuerwehr Viernau dazu, einige grundlegenden Regeln zu beachten.
Vielfach werden im Wald öffentliche Grillplätze angeboten und auch oft und gern genutzt. Diese sind in der Regel so plaziert, daß ein ausreichender Sicherheitsabstand vom Waldrand gegeben ist. Dennoch sollte man auch hier - etwa durch ein nicht zu großes Feuer - dafür sorgen, daß die Glut nicht vom Wind verweht wird. Denn gerade im Hochsommer besteht hier akute Waldbrandgefahr.
Romantische Lagerfeuer außerhalb der dafür vorgesehenen Stellen sind nicht nur verboten, sondern können gerade in der trockenen Sommerzeit leicht zu unkontrollierbaren Waldbränden führen. Setzen sie sich vorher unbedingt mit dem zuständigen Ordnungsamt in Verbindung. Dort wird ihnen Auskunft über die Verhaltensregeln erteilt und nach Genehmigung die örtliche Feuerwehr, die Rettungsleitstelle und die Polizei informiert.

 

Urlaub gut vorbereitet?

Urlaub ist die schönste Jahreszeit. Gut vorbereitet kann nichts schiefgehen. Selbstverständlich will jeder auch wieder in die unversehrte Wohnung zurückkehren. Darum rät die Feuerwehr Viernau, hier einige Vorkehrungen zu treffen, um keine bösen Überraschungen zu erleben.
So empfiehlt es sich, bei längerer Abwesenheit die Stecker von elektrischen Geräten zu ziehen, den Kühlschrank abzutauen und die Tür zu öffnen. Auch bei Wasch- und Geschirrspülmaschine sollte man die Türen öffnen, um Schimmel zu vermeiden. Jeder prüfe, ob die Wasserhähne alle gut zugedreht sind. Ein Wasserschaden durch einen geplatzten Zulaufschlauch zur Waschmaschine kann teuer zu stehen kommen. Dies gilt auch bei Wetterschäden durch nicht geschlossene Fenster, vom Einbruchsrisiko einmal ganz abgesehen.
Wer dann noch seinen Nachbarn gebeten hat, ab und zu einen Blick auf das Häusle oder die Wohnung zu werfen und den Briefkasten regelmäßig zu leeren und die Pflanzen/Tiere zu versorgen, der kann Haus oder Wohnung beruhigt alleine lassen und den Urlaub unbeschwert genießen.